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24-25 Jänner 2009 - 2-tägiges Harier Linienkampftraining @ Graz (AUT) | Print |  E-mail
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Nach der sehr kurzfristigen Absage der Semnonischen Krieger der Tiuteiwa aus Berlin auf Grund eines gebrochenen Knöchels, wurde das Training wieder von uns ,den Hariern, geleitet.
Eingefunden hatten sich ca. 20 Kämpfer von den Raubrittern zu Wildensteyn, Gungnirs Snata, Asanium, Bluot zi Bluoda und natürlich der Harier.

Begonnen wurde das Training mit der obligatorischen Begrüßung und der Erklärung des Regelwerkes, der Trefferzonen und einer Waffenabnahme. Danach wurden die kalten Leiber mit Einzelkämpfen aufgewärmt um sofort mit ein paar Aufwärmlinien fortzusetzen.
Es wurden anschließend einige Trainingssequenzen absolviert. Beginnend mit der Speercoast, wurden die Schwertträger darauf eingeschult mit Langwaffen umgehen zu lernen. Ich habe diese Übung auch schon auf anderen Trainings mitgespielt, aber nie für richtig Sinnvoll befunden. Im nach hinein kam mir der Gedanke, dass man im Bezug auf den sicheren Umgang der Waffe beide Seiten kennen lernen sollte. Wenn man einmal einen Speer geführt hat wird man immer leichter erkennen warum man auf die vorgeschlagene Weise (nach unten drückend und haltend) parieren soll und nicht nach oben oder auf die Seite.

Daraufhin durfte sich jeder mindestens 2 Rotationsrunden (a jeweils ca. 15-20 Durchgänge) in der Rolle des Speerträgers sowie in der Rolle des Schwertträgers wiederfinden. Nach dieser Übung hatten alle beteiligten ein weit besseres Gefühl mit einem Speer umzugehen, ob als Angriffswaffe oder gegen diese. Der Respekt dieser Waffe gegenüber stieg und das sichere Führen der Waffe sowie das parieren dieser wurde auch in den folgenden Linien besser umgesetzt.


Nach einigen Übungsrunden mit aufgeteilten Langwaffen ging es zur nächsten Übungssequenz über.
Überzahl/Unterzahl Kampf: hierbei entschloss ich mich, nach einer Vorlage die Übung wie folgt zu gestalten:
Die Linien teilten sich in eine 10er und eine 9er Gruppe, jeweils auch mit gleich vielen Langwaffen, dann wurden von der 10er Linie ca. 4 Kämpfer als Reserve im Hintergrund belassen. Diese Verstärkung wurde 15 Sekunden nach dem ersten auf einander treffen der beiden Linien dazu geholt. Sinn der Übung war es als zahlenmäßig unterlegen Linie die gegnerische Linie so lange aufzuhalten bis man gemeinsam mit der Reserve die Zahlenmäßig größere Linie sein konnte um dann mit der Übermacht die Gegner aufzureiben. Bzw. von der nun Zahlenmäßig für kurze Zeit überlegeneren Linie betrachtet  die geteilte 10er Linie so schnell auszuschalten das trotz dem eintreffenden der Verstärkung nach 15 Sekunden die Überzahl vorhanden bleibt.
Die nächste Übungssequenz war, dass sich auf einer Seite 3 Langwaffen befanden und auf der anderen Seite mehr Schildträger. Wieder wurden einige Techniken und Taktiken erprobt, und wieder durfte jeder Schildträger (die Langwaffenträger hatten sich bereits herauskristallisiert) mit und ohne Langwaffenunterstützung kämpfen. Auch hier konnte man gut beobachten das zuerst die Distanz zu den Langwaffen gewahrt wird und erst nach den anfänglichen Einspielen auf die Situation den Langwaffen die Gefahr durch eine geringere Distanz genommen wurde und dann die Seite trotz der Langwaffen öfters verlor als gewann.
Darauf folgenden sehr viele Trainingsdurchgänge mit diversen Taktiken die jeweils vom Gruppenkommandanten entschieden und kommandiert wurden. Bei diesen Durchgängen war das einfließen der zuerst trainierten Sequenzen stark spürbar.
Anschließend wurden Gruppenkämpfe (Todeskreis ohne Ehre) mit und ohne Langwaffen durchgeführt.
Nach einer Mittagspause widmete man sich nach anfänglichen Aufwärmlinienkämpfen dem Einzelkampf, hier wurden einige Trainingssequenzen erprobt, wobei die Klassiker Todeskreis mit und ohne Ehre vor allem durch ein Spiel namens „Zombie“ welches großen Anklang fanden ergänzt wurde.
Bei Zombie ist ein Kämpfer der "Held", welcher sich in normaler Geschwindigkeit und mit 3 Trefferpunkten gegen eine Überzahl von langsamen (die Geschwindigkeit wurde natürlich langsam erhöht) Zombies behaupten musste. Ziel der Übung ist es die Übersicht auf dem Schlachtfeld zu Schulen und die Reaktion zu verbessern. Da sich die Zombies in allen Richtungen frei bewegen durften, konnte man sich auch in diverse Notlagen bringen in dem man sich umzingeln ließ.
Das Training des ersten Tages wurde mit Einzelkämpfen abgerundet und nach ca. 6 Stunden Kampfzeit abgeschlossen.

Leider mussten die Vertreter der Asanium und die Raubritter zu Wildensteyn schon am ersten Tag wieder abreisen. Bei einigen Bieren und ausreichend Essen wurde der erste Tag am Abend ein wenig gefeiert.

Der zweite Tag stand im Zeichen vom Anwenden der trainierten Spielzüge und Taktiken.
Es wurden wieder einige Linienkämpfe durchgeführt, sowie Gruppenkämpfe, Einzelkämpfe und auch „Zombie“ durfte nicht fehlen.

Zufrieden jedoch sichtlich abgemüht wurde am Sonntag nach ca. 3 ½ Stunden Kampfzeit das Training zu einem Ende gebracht Manch einer war jedoch noch nicht ausgepowert genug, also wurden in Einzelkämpfen die letzten Kräfte mobilisiert welche ein sicheres Kämpfen gewährleisteten.

Als Schlusswort bleibt mir als Veranstalter nur zu sagen, dass das Training als voller Erfolg zu verbuchen war, das die zwei Tage mit einer kleinen Ausnahme unfallfrei geblieben sind, und das wir alle mit dem Gefühl etwas gutes vollbracht zu haben und einiges in Punkto Fertigkeiten weitergebracht zu haben nach Hause gegangen sind.

Ein dank sei den Mitkämpfern nochmal gesagt...

Autor: M. (Die Harier, AUT)

Hier finden sich noch einige Fotos

 

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