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There are no translations available. Das Bernauer Schwertkämpfertreffen. Für die einen ist es Mittelalter in der Halle, für die anderen Saisonauftaktparty mit angeschlossenem Training. Wie immer fanden sich gut zwei dutzend, hauptsächlich frühmittelalterliche, Kämpfer ein. Hauptsächlich aus Berlin, aber auch aus Neustadt-Glewe und Umgebung hatten einige Kämpfer den Weg nach Bernau gefunden.
Ebenfalls anwesend, aber für den Reenactment-Freikampf nicht unmittelbar interessant waren die Schaukämpfer und Kampfsportler anderer Stilarten: es waren sowohl Gladiatoren, Degenfechter und Grenadiere aus Tschechien zu Gast und auch die asiatischen Kampfkünste waren unter anderem mit Kendo, Ninjutsu, Eskrima vertreten.
Am Freitag Abend kam es logischerweise nicht mehr zum Training, zum einen da die Leute kleckerweise anreisten, zum anderen weil der Freitag traditionell dazu genutzt wird um mit alten Bekannten zu quatschen und dabei das ein oder andere Bier zu trinken. Als die Bernauer Briganten dann morgens mit lauter, aber schlechter Musik den Weckdienst antraten, war so mancher erst zu zwei bis drei Stunden Schlaf gekommen. Dennoch traten die meisten gleich nach dem Frühstück zum Training an. Gespielt wurde nach Codex Belli, die Menge der Rüstung oder das Tragen eines Helmes wurde jeden einzelnem überlassen. So begann etwas zaghaft das samstägliche Training, doch nachdem man warm wurde, nahm auch das Tempo und die Qualität zu. Viel trainiert wurde der Linienkampf, aber auch Zweikämpfe, ob nun Schwert-Schild gegen Schwert-Schild, oder Schwert-Schild gegen Speer, standen auf der Tagesordnung. Wie auch schon im letzten Jahr kam es zu einer kommunikativen Warteschlange. Bildete sie sich letztes Jahr noch beim Einzelkampf mit Schwert und Faustschild, so stand dieses Jahr ein kleines Übermachtstraining auf dem Plan: ein einzelner Kämpfer trat gegen einen Schwert-Schildkämpfer und einen Speerkämpfer an. Ein Spiel, das allen Beteiligten Spaß machte: die „Übermacht“ wurde konditionell gefordert, da sie nicht ausgetauscht wurde, für die erfahrenen Kämpfer eine Herausforderung, für die Neulinge eine neue Erfahrung. Für die Anstehenden in jedem Fall schön die Aktionen und Taktiken der Kämpfer zu beobachten und diskutieren. So schön und spaßig das Training war, soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass es leider zu mehreren Headshots mit anschließenden Platzwunden kam. Abends kam es dann unter dem Einfluss des Freibiers zu sportlichen Ereignissen anderer Art: die Tschechen riefen zum Rugbyspiel Tschechien gegen Deutschland auf. Gespielt wurde hart und mit viel Spaß an der Freude und schon bald waren auch die Mannschaften bunt durchmischt. Der Endstand des Spiels hat dann auch kaum mehr einen wirklich interessiert, es wurde einfach noch bis spät in die Nacht zusammen gefeiert. Am Sonntag schließlich war es Zeit für die Vorführungen vor dem Publikum. In Anbetracht dessen, sowie der allgemeinen Katerstimmung wurde nicht mehr viel trainiert, nur hier und da plänkelte man sich warm. Wie jedes Jahr zeigten die einzelnen Gruppen auf der Bühne was sie können, stellten ihre Auffassung von Schwertkampf dar. Für die meisten Reenacter war nach der Vorführung der Aufbruch angesagt, hat man doch die meisten anderen Vorführungen in den vergangenen Jahren schon gesehen und auch die Feiern von Freitag und Samstag, sowie das lange Training forderten schließlich ihren Tribut vom Körper. Es war wie immer spaßig und sehr familiär, auch wenn in der Halle natürlich kein Mittelalterfeeling aufkommen kann. Aber schließlich ist das SKT in erster Linie eine Trainingsveranstaltung und dem ist es mal wieder gerecht geworden. Autor: Rabanus(Ger) |