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Da ich so und so auf den ersten Schub Wäsche aus der Waschmaschine warten muss und mein traditionelles „Heim komm Bier“ trinke kann ich auch gleich den Bericht verfassen über eine außerordentlich gelungene Erstveranstaltung der HIGK – Die Große Schlacht.
Die Voranmeldungen ließen einiges hoffen. Über 100 Kämpfer folgten dem Ruf der Organisatoren der I. Großen Schlacht der HIKG und meldeten sich an. Leider war im Vorfeld eine Grippewelle über Europa gerollt, die einige Kämpfer dann doch von der Veranstaltung fern hielten.
Auch unsere Mannstärke aus Graz (BzB und Harier) wurde durch einen gebrochenen Finger, eine Arbeitseinteilung auf Grund ausgefallener Kollegen und einem Krankheitsfall auf zwei verbleibende Kämpfer verkleinert. Auch diese beiden konnten nicht unversehrt reisen, Peter mit Husten und Schnupfen und Michael mit einem geprellten großen Zeh, traten dennoch die Reise an. Man sollte sich doch auf uns weiterhin verlassen können, hatten sich doch Gungnirs Snata, Kämpfer von Dengeln in Bayern und Harier/BzB zu einem Gemeinschaftslager zusammengeschlossen.
Das Wetter:
Schon der Wetterbericht ließ Schlechtes befürchten, aber der Regen hielt sich an den trainingsreichen Tagen eher im Hintergrund und es gab nur kleinere Schauer mit Nieselregen. Kalt war es jedoch trotzdem, aber was soll man erwarten, es ist immerhin bereits Oktober. Abgesehen davon gibt es kein schlechtes Wetter nur schlechte Ausrüstung!
Kämpferanzahl: ca. 80
Motivation: Hoch
Das Programm:
SAMSTAG
Workshops:
Vormittag:
Seminar Danenaxt Seminarleiter: Steff (Fornjotr)
Seminar Einhand-Ger Seminarleiter: Michel (Einwic)
Seminar Linienkampf Seminarleiter: Gugu (Einwic)
Abends:
Seminar Erste Hilfe Seminarleiter: Sarah (Bucinobanten)
Später Abends/Nachts:
Sauf- & Bankspiele Spielleiter: McOhl (Jomswikinger dt.)
Trelleborg-Spiel Spielleiter: Steff (Fornjotr)
Leider konnte man nur an einem Seminar gleichzeitig teilnehmen, was natürlich die Berichterstattung nun etwas einseitig in Richtung Michels Einhand-Ger Seminar abdriften lässt.
Das Seminar von Michel (zu dem ich leider etwas zu spät kam) war im Prinzip gleich aufgebaut wie jenes im Frühjahr auf Burg Herzberg. Jedoch keines Weges umsonst, denn einige Taktiken bzw. Trainingsspiele wurden etwas anders absolviert. Abgesehen davon wurden andere Fragen in den Raum geworfen, welche schon Gewusstes wieder bewusst ins Gedächtnis gerufen haben und andererseits einen neuen Blickpunkt auf den Kampf mit dem Einhand-Ger geworfen hat. Im Großen und Ganzen war das Seminar wieder eine feine Sache und man kann Michel wiederum nur dazu gratulieren.
Linienkampftraining:
Nach den Workshops ging es für die meisten gleich weiter in Richtung Linienkampftraining.
Das Training beschränkte sich im Prinzip darauf das Linien gespielt wurden, und um die einzelnen Truppen beurteilen und um die Schlachteinteilung für Sonntag bereits etwas planen zu können.
Anschließend wurden zwei Linien gebildet ohne das man auf Gruppen Acht gab, sodass auch außerhalb der gewohnten Truppe trainiert werden konnte. Leider konnte ich auf Grund meiner großen Zehe nicht bis zum Schluss bleiben jedoch wurde nach dem offiziellen Ende von einigen verbliebenen Einzelkampf trainiert.
Abends gab es dann noch gemütliches zusammen sitzen, entweder bei der großen Feuerstelle oder unter einem der zahlreichen Sonnen/Regensegel im Lager.
SONNTAG
Die Workshops:
Seminar Schwert / Schild Seminarleiter: Alex (Höllenhunde)
Seminar Zweihand-Ger Seminarleiter: Hermann (Bucinobanten)
Leider kann ich mich wiederum nur entschuldigen für die mangelnde Berichterstattung, da ich keinem der beiden Workshops beigewohnt habe.
Schlachtentraining:
Beim Schlachtentraining war man versucht, die am Schlachtfeld stehenden Kämpfer in zwei ausgeglichene Linien aufzuteilen, was relativ rasch gelang.
„Vertrieben“ von den Bogenschützen ging es danach zum Training innerhalb der Truppe, wo man sich seine Taktiken überlegte und trainierte mit denen man dem gegnerischen Heer entgegen treten wollte. Hermann der Führer der Gruppe „Schmetterlinge“, welche im Groben aus den Delegationen der Bucinobanten, der Kölner und des Haufens der Österreicher und Bayern bestand, wollte zwei Taktiken verwenden um den Feind zu schlagen.
Die erste Taktik war die Käseschachtel, welche im Prinzip, ein von Langwaffen gefülltes dem Gegner mit der offenen Seite abgewandtes „U“ darstellte. Im Idealfall sollten die beiden Schenkel des „U“ im richtigen Zeitpunkt die gegnerische Linie umlaufen bzw. einkesseln und bis auf den letzten Kämpfer schlagen. Trotz großer Anstrengungen und enormen Einsatz aller Beteiligten ging diese Taktik leider nicht auf.
Die zweite Taktik bestand daraus, dass sich die Schmetterlinge in drei Blöcke aufsplitteten. Der Block der Bucinobanten unter Führung von Brandon (Penda), der Block der Kölner unter Führung von Claus und der Block der Ösis, welcher auch die Bayrischen Freunde beinhaltete unter der Führung von mir.
Diese Blöcke sollten weitgehendst unabhängig agieren. Mit dieser Taktik konnten wir den Feind besiegen, jedoch nur ein einziges Mal. Zwei weitere Male waren wirklich nur knapp für die Gegenseite ausgegangen.
Auch wenn die Schmetterlinge im Gesamten verloren haben, war es dennoch ein Gewinn für die HIKG, welche die I. Große Schlacht durch eine gute Organisation im Vorfeld, durch engagierte Mitarbeit vor Ort, durch ein reichhaltiges Workshop Angebot und durch die Anwesenheit vieler befreundeten und motivierter Kämpfer zu einem gelungenen Training machten.
Vor allem aber die Schlacht, welche meine erste Schlacht war in der sich nicht nur Linien gegenüber standen, hat es mir angetan. Ich hätte gerne noch andere und viel mehr verschiedene Aufstellungen und Taktiken probiert. Ich denke aber, dass dies 2010 der Fall sein wird, denn bei der II. Großen Schlacht der HIKG wird es auch am Samstag eine Schlacht mit einigen Durchgängen geben. Soviel ist bereits nun aus dem Programm bekannt.
Fazit:
Wer ein Junky von gepflegtem Gekloppe ist, bei dem man auch für zu Hause viele Anregungen, Erfahrungen und blaue Flecke mitnehmen kann, sollte sich den Termin (7.-10. Oktober 2010) der II. Großen Schlacht der HIKG bereits JETZT vormerken.
Kleine Heimreise Geschichte zum Abschluss:
Eine kleine Geschichte von der Heimreise möchte ich euch allerdings nicht vorenthalten. Auf der A3 Richtung Heimat, nach Vorschrift fahrend, wurden wir von einem netten zivilen Polizei Auto gebeten auf den Parkplatz ein zu biegen.
Die zwei netten Polizeibeamten wollten die Fahrzeugpapiere sowie meinen Führerschein sehen. Darauf hin wurde uns das Anhalten folgender Maßen erklärt. „Dies sei eine Routine Überprüfung auf der Suche nach illegalen Drogen und Waffen“ beides wurde natürlich mit einem „Ham ma net mit“ beantwortet – wobei man natürlich an die „paar“ „Waffen“ im Kofferraum mit einem Schmunzeln dachte. Die beiden netten Beamten wollten dann wissen woher wir kommen, wohl mit dem Hintergedanken Holland zu hören, sagten wir vom Adventon in Osterburken. Da dieses Dorf den Beamten kein Begriff war, fragte er, was wir dort gemacht haben. Wahrheitsgemäß antworteten wir, dass wir Frühmittelalterlichen Linienkampf trainiert haben. Komische Blicke ließen darauf schließen das die Herren keine Ahnung hatten was das ist und somit wurde darauf hin das Auto, zum Glück nur im vorderen Bereich, durchsucht. Dennoch beschäftigte die Beamten die Frage was wir dort genau gemacht hätten. Abschließend durften wir den Herren noch ein Schwert zeigen. Als Sie dies zu Gesicht bekamen wurde es auf seine „Schärfe“ mit den Worten „ist ja stumpf“ beurteilt, danach kam nur die Aussage, dass dies auch schmerzhaft wäre wenn man das voll durchgezogen auf den Kopf bekäme. Darauf hin haben wir kurz erklärt, dass wir das etwas anders machen und durften ohne das gesamte Auto auszupacken weiter fahren.
Weiterführende Links:
Webseite HIKG: http://www.societas-barbarossa.de/hikg/index.php
Forum HIKG: http://societas-barbarossa.de/hikg/distribution/index.php
Autor: M. (Die Harier, AUT)
Das Wetter:
Schon der Wetterbericht ließ Schlechtes befürchten, aber der Regen hielt sich an den trainingsreichen Tagen eher im Hintergrund und es gab nur kleinere Schauer mit Nieselregen. Kalt war es jedoch trotzdem, aber was soll man erwarten, es ist immerhin bereits Oktober. Abgesehen davon gibt es kein schlechtes Wetter nur schlechte Ausrüstung!
Kämpferanzahl: ca. 80
Motivation: Hoch
Das Programm:
SAMSTAG
Workshops:
Vormittag:
Seminar Danenaxt Seminarleiter: Steff (Fornjotr)
Seminar Einhand-Ger Seminarleiter: Michel (Einwic)
Seminar Linienkampf Seminarleiter: Gugu (Einwic)
Abends:
Seminar Erste Hilfe Seminarleiter: Sarah (Bucinobanten)
Später Abends/Nachts:
Sauf- & Bankspiele Spielleiter: McOhl (Jomswikinger dt.)
Trelleborg-Spiel Spielleiter: Steff (Fornjotr)
Leider konnte man nur an einem Seminar gleichzeitig teilnehmen, was natürlich die Berichterstattung nun etwas einseitig in Richtung Michels Einhand-Ger Seminar abdriften lässt.
Das Seminar von Michel (zu dem ich leider etwas zu spät kam) war im Prinzip gleich aufgebaut wie jenes im Frühjahr auf Burg Herzberg. Jedoch keines Weges umsonst, denn einige Taktiken bzw. Trainingsspiele wurden etwas anders absolviert. Abgesehen davon wurden andere Fragen in den Raum geworfen, welche schon Gewusstes wieder bewusst ins Gedächtnis gerufen haben und andererseits einen neuen Blickpunkt auf den Kampf mit dem Einhand-Ger geworfen hat. Im Großen und Ganzen war das Seminar wieder eine feine Sache und man kann Michel wiederum nur dazu gratulieren.
Linienkampftraining:
Nach den Workshops ging es für die meisten gleich weiter in Richtung Linienkampftraining.
Das Training beschränkte sich im Prinzip darauf das Linien gespielt wurden, und um die einzelnen Truppen beurteilen und um die Schlachteinteilung für Sonntag bereits etwas planen zu können.
Anschließend wurden zwei Linien gebildet ohne das man auf Gruppen Acht gab, sodass auch außerhalb der gewohnten Truppe trainiert werden konnte. Leider konnte ich auf Grund meiner großen Zehe nicht bis zum Schluss bleiben jedoch wurde nach dem offiziellen Ende von einigen verbliebenen Einzelkampf trainiert.
Abends gab es dann noch gemütliches zusammen sitzen, entweder bei der großen Feuerstelle oder unter einem der zahlreichen Sonnen/Regensegel im Lager.
SONNTAG
Die Workshops:
Seminar Schwert / Schild Seminarleiter: Alex (Höllenhunde)
Seminar Zweihand-Ger Seminarleiter: Hermann (Bucinobanten)
Leider kann ich mich wiederum nur entschuldigen für die mangelnde Berichterstattung, da ich keinem der beiden Workshops beigewohnt habe.
Schlachtentraining:
Beim Schlachtentraining war man versucht, die am Schlachtfeld stehenden Kämpfer in zwei ausgeglichene Linien aufzuteilen, was relativ rasch gelang.
„Vertrieben“ von den Bogenschützen ging es danach zum Training innerhalb der Truppe, wo man sich seine Taktiken überlegte und trainierte mit denen man dem gegnerischen Heer entgegen treten wollte. Hermann der Führer der Gruppe „Schmetterlinge“, welche im Groben aus den Delegationen der Bucinobanten, der Kölner und des Haufens der Österreicher und Bayern bestand, wollte zwei Taktiken verwenden um den Feind zu schlagen.
Die erste Taktik war die Käseschachtel, welche im Prinzip, ein von Langwaffen gefülltes dem Gegner mit der offenen Seite abgewandtes „U“ darstellte. Im Idealfall sollten die beiden Schenkel des „U“ im richtigen Zeitpunkt die gegnerische Linie umlaufen bzw. einkesseln und bis auf den letzten Kämpfer schlagen. Trotz großer Anstrengungen und enormen Einsatz aller Beteiligten ging diese Taktik leider nicht auf.
Die zweite Taktik bestand daraus, dass sich die Schmetterlinge in drei Blöcke aufsplitteten. Der Block der Bucinobanten unter Führung von Brandon (Penda), der Block der Kölner unter Führung von Claus und der Block der Ösis, welcher auch die Bayrischen Freunde beinhaltete unter der Führung von mir.
Diese Blöcke sollten weitgehendst unabhängig agieren. Mit dieser Taktik konnten wir den Feind besiegen, jedoch nur ein einziges Mal. Zwei weitere Male waren wirklich nur knapp für die Gegenseite ausgegangen.
Auch wenn die Schmetterlinge im Gesamten verloren haben, war es dennoch ein Gewinn für die HIKG, welche die I. Große Schlacht durch eine gute Organisation im Vorfeld, durch engagierte Mitarbeit vor Ort, durch ein reichhaltiges Workshop Angebot und durch die Anwesenheit vieler befreundeten und motivierter Kämpfer zu einem gelungenen Training machten.
Vor allem aber die Schlacht, welche meine erste Schlacht war in der sich nicht nur Linien gegenüber standen, hat es mir angetan. Ich hätte gerne noch andere und viel mehr verschiedene Aufstellungen und Taktiken probiert. Ich denke aber, dass dies 2010 der Fall sein wird, denn bei der II. Großen Schlacht der HIKG wird es auch am Samstag eine Schlacht mit einigen Durchgängen geben. Soviel ist bereits nun aus dem Programm bekannt.
Fazit:
Wer ein Junky von gepflegtem Gekloppe ist, bei dem man auch für zu Hause viele Anregungen, Erfahrungen und blaue Flecke mitnehmen kann, sollte sich den Termin (7.-10. Oktober 2010) der II. Großen Schlacht der HIKG bereits JETZT vormerken.
Kleine Heimreise Geschichte zum Abschluss:
Eine kleine Geschichte von der Heimreise möchte ich euch allerdings nicht vorenthalten. Auf der A3 Richtung Heimat, nach Vorschrift fahrend, wurden wir von einem netten zivilen Polizei Auto gebeten auf den Parkplatz ein zu biegen.
Die zwei netten Polizeibeamten wollten die Fahrzeugpapiere sowie meinen Führerschein sehen. Darauf hin wurde uns das Anhalten folgender Maßen erklärt. „Dies sei eine Routine Überprüfung auf der Suche nach illegalen Drogen und Waffen“ beides wurde natürlich mit einem „Ham ma net mit“ beantwortet – wobei man natürlich an die „paar“ „Waffen“ im Kofferraum mit einem Schmunzeln dachte. Die beiden netten Beamten wollten dann wissen woher wir kommen, wohl mit dem Hintergedanken Holland zu hören, sagten wir vom Adventon in Osterburken. Da dieses Dorf den Beamten kein Begriff war, fragte er, was wir dort gemacht haben. Wahrheitsgemäß antworteten wir, dass wir Frühmittelalterlichen Linienkampf trainiert haben. Komische Blicke ließen darauf schließen das die Herren keine Ahnung hatten was das ist und somit wurde darauf hin das Auto, zum Glück nur im vorderen Bereich, durchsucht. Dennoch beschäftigte die Beamten die Frage was wir dort genau gemacht hätten. Abschließend durften wir den Herren noch ein Schwert zeigen. Als Sie dies zu Gesicht bekamen wurde es auf seine „Schärfe“ mit den Worten „ist ja stumpf“ beurteilt, danach kam nur die Aussage, dass dies auch schmerzhaft wäre wenn man das voll durchgezogen auf den Kopf bekäme. Darauf hin haben wir kurz erklärt, dass wir das etwas anders machen und durften ohne das gesamte Auto auszupacken weiter fahren.
Autor: M. (Die Harier, AUT)
Weiterführende Links:
Webseite HIKG: http://www.societas-barbarossa.de/hikg/index.php
Forum HIKG: http://societas-barbarossa.de/hikg/distribution/index.php
Fotos: http://rundschild.com/de/gallery.html?func=viewcategory&catid=26
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