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Bereits zum dritten Male machte man sich, mit einer immer größer werdenden Delegation vom Kriegerbung Harier (6 Kämpfer) und Gungnirs Snata (2 Kämpfer), auf zum bereits 18. Burgfest von Neustadt-Glewe im norden Deutschlands. Das Fest ist bekannt für seinen Jahrmarktcharakter und der wohl einzigen relevanten Huscarl-Feldschlacht in Deutschland. Wir kamen am Freitag Morgen, nach einer langen Nachtfahrt von 9 1/2 Stunden in Neustadt-Glewe, welches in der Nähe von Schwerin bzw. Hamburg liegt, auf dem schon recht vollen Zeltplatz an. Erstaunt über den bereits fast vollen Zeltplatz und die noch vielen fehlenden bekannten Gesichter wurde man darüber aufgeklärt das dieses Mal 220 Kämpfer angemeldet sind. Wohl gemerkt wäre das eine Steigerung vom Vorjahr von 60-80 Kämpfern, da 2009 140-160 Kämpfer tatsächlich auf dem Feld waren. Gespannt auf die tatsächliche Anzahl der dann auf dem Schlachtfeld stehenden Kämpfer baute man das Lager, welches wieder im Verband mit Kelle und Isegrim stand, auf.
Wieder was Neues in Glewe…. Der Freitag wurde zum Schlafen und Ruhen verwendet, sollte doch um 20:00 Uhr die Kämpferabnahme samt Waffenkontrolle und deren Abnahme stattfinden. Das Regelwerk war allseits bekannt, wobei es kleinere Unstimmigkeiten betreffend der Füße als Trefferzonen auszuräumen galt, was auch geschah.Die Trefferregelung sah nun vor das der gesamte Körper außer das Gesicht, der Hals, die Weichteile sowie die Füße nicht als Trefferzonen anzusehen sind, des weiteren für den Speer der gesamte Kopf.Die Trefferregelung war jedoch nicht die Neuigkeit die für die meisten Unruhen sorgte, da diese auf der Webseite http://www.burgfest-neustadt-glewe.de/ veröffentlicht war. Da man sich nur über diese Webseite anmelden konnte, konnte man davon ausgehen das diese Regeln alle gelesen hatte.Für Aufregung jedoch sorgte die Regelung das bei Langwaffen keine natürlich gewachsenen Stile verwendet werden dürfen außer wenn diese so gerade sind wie die im Baumarkt erhältlichen Stile. Bei der Waffenkontrolle wurde darauf hingewiesen, dass dies ebenfalls beim Regelwerk stand, was jedoch nicht nur ich anscheinend überlesen hatte. Nun zu Hause angekommen musste ich dies überprüfen und auch nun fand ich es nicht. Auf Bitten bei der „Häuptlingsbesprechung“ willigten die Organisatoren ein 2011 das Regelwerk noch genauer zu formulieren, da sich auch einige Fehler eingeschlichen hatten.Nun wurden die Kämpfer in 10er Gruppen abgenommen. So wie ich das mitbekommen habe wurde niemand von der Schlacht ausgeschlossen. Die üblichen Ausrüstungsregeln wurden ebenfalls noch mal kurz erklärt. Keine modernen Protektoren sichtbar am Körper Kein Schwert ohne Schwertscheide Keine sonstige moderne Ausrüstung als Kleidung Kämpfereinteilung
Am Freitagabend wurde die Schlachteinteilung bei der schon oben erwähnten „Häuptlingsbesprechung“ vollzogen.Im Gegensatz zu den letzten Jahren wo eine Seite von den Tius und die andere Seite von Einwic angeführt wurde, kämpften diese zwei dieses Jahr zusammen. Die Seite „Schwarz“ wurde also wie folgt von den Gruppen: Einwic, Tiuteiwa, ein Grossteil der Sachsen, Eberswalder und einigen kleineren Gruppen gebildet.Die Seite „Kelle“ wurde von den Gruppen: Bucinobanten, Kölner, Bernsteinring, Didis Sachsen, Silverwolfs, Isegrim, Kriegerbund Harier und anderen Gruppen gebildet. Die Einteilung sorgte für einiges an Gesprächsstoff in den Lagern. Einige redeten von einer großen Aufgabe den Einwic/Tiu Block zu schlagen, die anderen von einer vorprogrammierten verheerenden Niederlage, wieder andere sahen das nicht so eng und freuten sich einfach aufs kloppen. 1. Schlachttag – Samstag
Anwesende Krieger: ca. 200 - Immerhin eine Steigerung von 40 Kämpfern was ein ausgesprochenen Erfolg darstellte!
Am Samstag war der erste "Schlachttag". Bevor dieser jedoch losging wurde um 9:00 Uhr wieder eine Waffenabnahme vollzogen, einige erst später angekommene Krieger mussten ihre Schlachtabnahme noch bestehen. Es wurde auf zwei Trefferpunkte gekämpft, welche nur durch zwei unterschiedliche Treffer an verschiedenen Körperteilen oder neues Ansetzen des Schlages erzielt werden konnten. Zwei Schlachten mit jeweils fünf Runden wurden geschlagen. Die erste Schlacht fand um 13:30 statt. Die Burgverteidiger (Seite Kelle) haben gegen die Angreifer (Seite Schwarz) 3:2 gewonnen.
Die zweite Schlacht wurde um 16:30 geschlagen. Bei dieser wurde die Seite „Kelle“ vernichtend 5:0 geschlagen, wobei 2 der verlorenen Schlachten bis zum Ende auf Messers schneide standen.Nach den Schlachten gab es jeweils ein kurzes Briefing, bei dem Beschwerden über die andere Linie vorgebracht werden konnten, danach ist dies nicht mehr möglich und tabu. Beschwerden gab es in beiden Fällen keine nennenswerten.Was noch besonders erwähnt werden will ist, dass es keine groben Verletzungen gab! 2. Schlachttag – Sonntag
Anwesende Krieger: ca. 160 (Vormittag), ca. 140 (Nachmittag)
Der zweite Schlachttag verlief bis auf die sich in Richtung „Russian Style“ Fighting erhöhte Härte als Ergebnissen komplett gleich wie Tag 1. Vormittag 3:2 für Kelle und am Nachmittag 5:0 für Schwarz.Beim Briefing gab es einige Kleinigkeiten die angesprochen wurden, sowie Lobgesänge auf die Anführer auf die jeweils gegnerische Seite sowie auf uns alle. Passiert ist dieses Mal wieder nichts, ok, naja nichts war es nicht, Crysagon (Einwic) hat für uns alle ein wenig Blut gegeben! Danke dafür an den Zwork ;)! Das Drumherum ums Kampfgeschehen Einfach super fand ich, dass wir alle gemeinsam eine Kriegersegnung unter der Leitung von Sven (dem König) machten. Dies war meiner Meinung nach auch ein Grund warum es bei diesem Lager zu noch weniger Unstimmigkeiten gekommen ist. Immerhin merkte man 4 Mal am Tag das wir doch alle eine große Familie sind die zusammen Ihr Hobby ausleben will und keine verfeindeten Kleinbanden, die sich mit unnötiger Politik die Laune auf solche großen Events selbst verderben wollen.Die Stimmung unter den Kämpfern war von äußerst guter bis sehr guter Stimmung, Niederlagen wurden nicht böse im Lager kommentiert, Rachegesänge gab es keine, man lachte und feierte gemeinsam und nicht in den Heeren getrennt. Es war ausgelassen und fröhlich, und einfach nur genial!Einziger Punkt den ich anbringen möchte und natürlich nur meine persönliche Meinung widerspiegelt ist, dass mir der 1 Tag besser gefallen hat. Am zweiten Tag wurde durch die angedachte und ausgeführte Nulldistanz und das Polish/Russian Style Fighting die Schlacht in eine Richtung gelenkt die Wolin in nichts nachsteht. Für mich war Neustadt jedoch immer mehr und besser als Wolin. Ist es in Wolin einfach nur ein schieben und drauf dreschen war Neustadt immer trotz der härte und der großen Trefferfläche um Welten technischer und sollte auch so bleiben Die Technik war jedoch am zweiten Tage nicht mehr so maßgeblich wie am ersten Tag und die Jahre davor. Ich hoffe das diese Entwicklung sich nicht so fortsetzt, denn Neustadt soll nicht das deutsche Wolin werden, sondern weiterhin die einzig relevante Huscarl Schlacht in Deutschland oder gar ganz Europa! Die Schwertbeherrschung, das Safe harte kämpfen und das technisch sehr hohen Niveau der anwesenden 200 Kämpfer sollte dies weiterhin möglich machen. Gesamteindruck
Dieser Absatz wird sich wohl auch in den nächsten 10 Jahren nicht ändern. Einfach im Jahr 2009 nachlesen. Hinzu zu fügen möchte ich nur, dass ich mit unserer Kämpferdelegation und deren Leistungen absolut zufrieden bin und ich hoffe, dass wir im Jahre 2011 wieder mit ein paar mehr Kriegern dort aufschlagen werden um zu singen:
„Von den Ösibergen kommen wir, kommen wir Und zum kloppen sind wir wieder hier, wieder hier Mit unseren Schwertern und den Speeren werden wir uns bitter wehren Von den Ösibergen kommen wir, kommen wir“ Autor: M. (Die Harier, AUT) Ein weiterer Artikel zu lesen hier: http://www.rundschild.com/de/component/content/article/34-veranstaltungen/196-ng2010-2.html |