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1-5 Oktober 2009 - Dannenberg Convent @ Burg Tannenberg, Hessen(GER)

Da dieses Jahr der 3. Oktober auf einen Samstag fiel, kamen viel Teilnehmer erst Freitag an.
Von den wenigen, die Donnerstag schon da waren, hörte man aber schon von feucht-fröhlichen Feiern an dem Abend.
Also Freitag: Das übliche Ankommen, wo lade ich aus und wer hilft mir tragen? Hallo-Runde.

Die donnerstags bereits angekommenen Personen leicht verkatert, die freitags angekommenen froh endlich da zu sein. Ich für meinen Teil froh, dass mein Auto einen dieser total unnötigen Staus um Erfurt herum ohne rauchenden Motor überstanden hat. Wetter wechselhaft – Tannenberg eben.
Die Burgschläfer bezogen die Burg. Inklusive Schlepperei in den dritten Stock und einigem Fluchen auf eben diesen. Die Zeltbewohner bauten ihrerseits im Tal auf, vielleicht fluchten sie über Matsch, Regenschauer oder die allgegenwärtigen Kuhfladen.
An diesem Tag wurde nicht gekämpft.

Am nächsten Tag (Samstag) sollte es dann offiziell um 13.30 Uhr losgehen. Die Junkies trafen sich schon um 11.30 Uhr. Etwas unausgeschlafen, vielleicht verkatert ging es dann langsam los. Auf der matschigen Wiese am Fuß des Burgberges, wie immer eben. Bis 13.30 hatten sich geschätzte 60 Kämpfer eingefunden (wer genaueres weiß möge mich korrigieren), insgesamt etwas enttäuschend, da einige anwesende Gruppen sich nicht aufraffen konnten. Trotzdem wurden dann zwei Linien gebildet, geleitet von Hermann auf der einen und Honk auf der anderen Seite. Man einigte sich ob der schlechten Bodenverhältnisse, dass es keine Runner geben sollte, was sich als sehr sinnvoll herausstellte, da man schon im normalen Schritt oft auf der verfluchten Kuhscheiße ausrutschte, die Löcher und Unebenheiten machten es nicht besser.
Das Training war trotzdem super, es hat Spaß gemacht, mal wieder nach Herzenslust zu dreschen. Es sei mir erlaubt, an dieser Stelle wenig bescheiden zu bemerken, dass der Furienblock der Bucinobanten unter der Leitung Yetis (Einwic) einiges Aufsehen erregte.
Die Linienkämpfe dauerten ungefähr bis 17 Uhr. Zum Ende hin verlief sich das Ganze immer mehr, so dass wir zum Schluss das Spielfeld um ca. die Hälfte begrenzt hatten. Die Idee kam auf, noch ein wenig im Wald zu spielen, allerdings konnten sich aufgrund von Erschöpfung nur noch wenige dafür begeistern. Meines Wissens wurde nichts mehr gemacht.
Man verstreute sich also weiter, ging essen, zubern oder duschen (in den wunderbar warmen Duschen der Burg), eine echte Wohltat nach einem kämpferischen Tag, den man in sämtlichen Muskeln spürt.
Abends war dann eine Party im Burghof, bzw. in der Kellerschänke angesagt. In der Ankündigung hieß es, es sollte jede Stunde 15 Liter Freibier geben. War auf jeden Fall sehr lustig, da viele der Teilnehmer oben waren. Manch einer wollte auch gar nicht mehr gehen und bezog kurzerhand ein freies Bett im dritten Stock, was später noch für einige Aufregung sorgte.

Der Sonntag begann regnerisch und stürmisch, viele drehten sich angesichts des Wetters (und der Nachwirkungen des letzten Abends – hat die Alkoholdehydrogenase ihren Job wieder nicht richtig gemacht...) noch einmal im warmen Schlafsack um. Nach einem Katerfrühstück zeigten sich die meisten unmotiviert, das Schwert zu schwingen, also fanden sich gegen 14.30 Uhr nur kläglich wenige Kämpfer im strömenden Regen zusammen. Damit war die „Zuschauer-Schlacht“ abgesagt. Wir circleten eine Runde in dem Sumpf, der mal eine Wiese war und befanden sie als untauglich. Krisenrat. Wir beschlossen in einer Art Brückenspiel auf dem Rundweg um das Lager zu kämpfen, während Hermann für die wenigen Zuschauer den Erklär-Bär machte.
Der Regen ließ im Verlauf des Kämpfens nach, so dass immer mehr Zuschauer kamen, allerdings nur ein oder zwei Kämpfer noch dazu stießen. Nach ungefähr 2 Stunden hörten wir dann auf, zusammenpacken und abreisen war angesagt.
Als ich dann im Auto saß, strahlte die Sonne.

Fazit:
Na ja, was will man im Oktober vom Wetter erwarten? Es hätte schlimmer kommen können.
Einzig ärgerlich war wirklich, dass der Boden so gefährlich war. Mit dem Training am Samstag bin ich absolut zufrieden, es wäre schön, wenn Freitag noch was gegangen wäre oder Sonntag etwas mehr, aber jeder muss selbst wissen, ob er in der Verfassung ist oder nicht.
Schön war es trotzdem, insbesondere, dass man außer Sonntag keine Touristen hatte, und die Burg bietet wirklich ein schönes Ambiente. Ich hoffe, nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

Internetseite der Veranstaltung: http://www.dannenberg-convent.de/

 

 

Verfasser: Tyra (Bucinobanten – Ger)

 

 
 
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