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Schon zum zweiten Male machten sich die Harier und 2 Freunde aus Linz auf den Weg um der Schlacht um Neustadt Glewe beizuwohnen und mitzukämpfen. Die Erwartungen waren hoch, denn einerseits war es voriges Jahr wohl die beste und härteste Schlacht die man in Deutschland erlebt hatte und andererseits sollte man beinahe alle bekannten Gesichter wieder auf einem Haufen sehen.
Dieses Jahr kamen wir am Donnerstag Abend an. Frohen Mutes waren wir bei ca. 25 Grad und Sonnenschein in Graz abgereist und kamen bei knapp 2 Grad plus in kurzen Hosen und ohne Pullover nach ca. 8 ½ Stunden fahrt an. Da wir dankender Weise wieder Gäste in Kelles Lager waren und dieses bereits aufgebaut war, wussten wir nicht wie wir uns dazustellen sollten, daher holten wir den „Alten Knaben“ gleich mal aus der Sauna raus um uns nackt umarmen zu lassen. Eine besondere Erfahrung. Danach gab es Lageraufbau und Geschwätz.
Der erste Tag: Am Freitag sollte die Kämpferabnahme stattfinden. Am Vormittag wurde noch an der Ausrüstung gefeilt und genäht. Am frühen Nachmittag ging es schon eine Stunde vor dem offiziellen Kämpferabnahmetermin aufs Schlachtfeld um zu kämpfen und zu trainieren. Leider durften wir dann kurz darauf erfahren, dass es keine Kämpferabnahme geben wird, weil einige Teilnehmer bereits dem schäumenden Hopfentee verfallen waren. Die Kämpferabnahme aber am Samstag Vormittag vor Beginn des Marktes um 10:00 Uhr stattfinden wird. Schon mal angezogen wurde aber dennoch insgesamt wohl an die 5-6 Stunden trainiert. Abends noch mal schön ein paar Bierchen getrunken und früh ins Zelt verschwunden um morgens um 10 Uhr auf dem Spiel/Schlachtfeld voll kampftüchtig antreten zu können.
Regelwerk und Kämpferabnahme: Um 10:00 Uhr wie angekündigt fand die Regelerklärung und die Kämpferabnahme statt. Die Trefferzonen waren wie voriges Jahr, alles war für das Schwert und die Axt Trefferzone, abgesehen von Hals, Gesicht und Füssen. Daneäxte durften zusätzlich zum Schlagen wie üblich auch stechen. Speere ob 1-Hand oder 2-Hand durften nur stechen nicht schneiden aber auch auf den Kopf schlagen. Der letzte Punkt sorgte für einiges an Diskussionen, jedoch ließ sich der Veranstalter nicht davon abbringen. Des weiteren wollte man eigentlich schon heuer nur noch Schilde ab 80cm Durchmesser zulassen, da dies beinahe niemand wusste außer Einwic (die Verteilung der Nachricht war wohl leider nicht die Beste) wurde es für nächstes mal (2010) angesagt. Des weiteren müsse man belegbar große Daneaxtköpfe sowie Speerspitzen welche auch danach aussehen verwenden. Nach einigen Unmut wurden einige Zugeständnisse zu den erlaubten Waffen und Schilden gemacht und die Kämpferabnahme begann. Dieses Jahr nicht mehr in 10er Gruppen welche gegeneinander Kämpften sondern einige viele Durchgänge in den Seiten so wie man dann Kämpfen würde. Dies fand ich zwar, nicht sonderlich gut, da man weniger die einzelnen Kämpfer beurteilen konnte, aber die Verantwortlichen standen wohl auf Grund der Lagereröffnung unter Zeitdruck.
Die Schlachten: 2 Schlachten mit jeweils 5 Durchgängen gab es am Samstag. Seite „Schwarz“ war die „Einwic“ Seite die mit Verbänden der B-Buben, Kölnern und anderen Vereinen gegen die Seite des Verbandes von Tiuteiwa, Kelle, den Sachsen, und zahllosen anderen Vereinen und Gruppen sowie auch die Delegation der Gungnirs Snata und der Harier aus Österreich zusammensetzte.
Um die Schlachten zu beschreiben bediene ich mich zweier Zitate:
Zitat Hermann: Einwic/Bucinobanten (Hessen) am B-Buben Forum: „Die Leute waren nett. Die Fechter waren gut. Die Kämpfe waren hart. Die Verluste waren hoch. Die Trefferzonen waren seltsam. Der Spaß war ein außerordentlicher.
Am Ende der Tage hat unsere Seite [Einwic Seite, Anm. Verfasser] sogar die meisten Siege errungen. Diese jedoch in vollem Respekt vor der Leistung, der Kampfkraft, der Entschlossenheit und der Führungsleistung der anderen Seite. „
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Zitat Steff: Fornjótr (Köln) am Freier Haufen Köln Forum
wir haben bei Einwics mitgekämpft und haben mit 13 zu 7 gewonnen.
die Gegner waren echt ne harte Nuss. an dieser Stelle auch noch einmal viele Grüße an unsere lieben Ösi-Freunde die echt einen geilen Stil drauf haben und unsere deutschen Schlachtfelder bereichern
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Wie aus beiden Zitaten der gegnerischen Seite (Einwic and Friends) hervorgeht, hatte der Verband „Tuis-Kelle“ am Ende des Wochenendes zwar weniger Siege davon getragen, waren aber ein würdiger Gegner. Außerdem waren wir am Sonntag vom König der Herzen angeführt worden. Leider gab es meiner Meinung nach mehr Verletzte als voriges Jahr, jedoch nichts wirklich schlimmes, so konnten alle Verletzten noch selbst, teilweise humpelnd, vom Schlachtfeld gehen. Woran die größere Häufung an Verletzungen lag kann ich nicht sagen, ein niedrigeres Niveau als letztes Jahr kann ich allerdings nicht als Grund anführen.
Das Lager: Wie voriges Jahr war auch dieses Jahr wieder das Frühmittelalter Lager welches wieder ein eigenständiges Lager war mit sehr guten und authentischen Gruppen und Kämpfern gefüllt. Wieder waren einige der namhaftesten Vereine aus Deutschland vertreten (Einwic, die Tius der Semnonen, Bucinobanten, Kelles Gruppe, der Bernsteinring, Eberswalder und viele mehr). Ich muss mich leider wieder dafür entschuldigen keinen umfassenden Bericht des Marktes abliefern zu können, aber wesentliche Verbesserungen im Bereich der Stände ist mir nicht aufgefallen.
Gesamteindruck
Das Frühmittelalterlager war wieder ausgezeichnet. Die Groß-Gastronomie zeichnete sich durch laute und schlechte Musik aus, die Ausstattung bestand bis auf wenige Ausnahmen aus unpassenden Ständen. Etwas, aber nicht viel besser schnitten die kleineren Gastronomieanbieter ab. Wer Kämpfer ist und in Neustadt-Glewe bei den Schlachten teilnehmen will, sollte seine Waffe führen und kontrollieren können und nicht erst seit einem Jahr ein Schwert an der Wand hängen haben. Die Schlachten waren wieder hart aber genial! Es ist durchwegs ein hohes Niveau der Kämpfer zu bewundern, deshalb ist die Veranstaltung in jedem Fall für Interessierte als besonders sehenswert zu beurteilen. Wir Harier sind auch 2010 sicher wieder dabei wenn es heißt: LASST DIE HÖLLE LOS!
Autor: M. (Die Harier, AUT)
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Kommentare
na dann auf 2010
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