Dieses Mal war unser Ziel die Wasserburg Heldrungen, südlich des Kyffhäusers im Harz / Thüringen!
Dort sollte der 4. Mittelaltermarkt stattfinden.
Vorweg noch ein paar Eckdaten zur Burg selbst!
„Die Geschichte der Schloss- und Festungsanlage Heldrungen reicht bis in das Jahr 1217 zurück, die eigentliche Wasserburg wurde von 1512 bis 1519 errichtet. Innerhalb der Festung wurde Bauernführer Thomas Müntzer nach seiner Niederlage 1525 bei Bad Frankenhausen im sogenannten Müntzer-Turm festgehalten und gefoltert. Nach nahezu vollständiger Zerstörung in den Jahren 1664 bis 1668 wurde sie mit einer Wehranlage versehen. Seit 1975 befand sich dort eine Gedenkstätte, die nach 1990 beseitigt wurde. Ab 1997 wurden Teile der historischen Wallanlage restauriert. Heute werden in der Burg eine Jugendherberge und Burgcafe betrieben.“ Soweit nach Wikipedia.
Am Donnerstag, den 23.09. ging es Richtung Süden los!
Bei schönstem Sonnenschein erreichten wir die Burg und der Aufbau ging fix von der Hand.
Ich war von dieser historischen Kulisse doch schon schwer beeindruckt .Die Burg bzw. die ganze Anlage ist optisch echt der Hammer.
Am Freitag war es schön zu beobachten, wie all das andere Marktvolk dazu stieß und aufbaute.
Natürlich wurde hier und da mitangepackt. Aber es ist immer schön, nicht selbst in diesem „Chaos“ aufbauen zu müssen.
Es waren wieder viele Bekannte unter den Ankömmlingen.
Um 20.00 war eine kurze Besprechung, auf der Uwe Schirm (der Veranstalter – www.mittelalter-feste.de) ein paar Worte an alle Mitwirkenden richtete.
Am Samstag öffnete der Markt seine Pforten um 11.00 und es regnete!!
Wo war der Sonnenschein der vergangenen 2 Tage geblieben???
So gegen 12:45 versammelten sich ein paar wagemutige (ca. 20) um eine kleine Kampfvorführung und ein wenig Waffenkunde für das angereiste Publikum, zu bieten.
So wurden dann 3 Linefights nach CB (Codex Belli) durchgeführt und danach wurde noch ein wenig “gecirkelt“.
Wobei sich die Kampfpartner unter einander absprechen konnten ob CB oder Huskarl gekämpft wird.
Auf Grund des extrem rutschigen Rasens auf dem Kampfplatz wurde relativ vorsichtig agiert und es kam zu keinerlei Verletzungen.
So gab es nur nasse Füße!
Danach kam es gleich zur Einteilung der Gruppen für den Brückenkampf.
Dieser war um 16:00 angesetzt und wurde eine echte Brückenschlacht.
Keine Seile, Hölzer, Flatterband oder ähnliches. Nein ein richtiges Geländer und echtes Wasser etwa 2,5 m unterhalb des Kampfgeschehens!
Also authentischer kann man so was wohl nicht gestalten.
So traten etwa 30 Kämpfer gegeneinander an. Auf der angreifenden Seite die Frühmi´s und die Verteidiger allesamt Homi´s mit 3 Wikis ,welche die Seite publikumstauglich wechselten.
Übrigens es regnete immer noch!
Es wurden 2 Durchgänge gefochten, welche jeweils die Angreifer für sich entschieden.
Einen leicht Verletzten muss ich an dieser Stelle noch erwähnen.
Durch ein „ friendly Fire“ zog sich ein Mitstreiter einen Cut an der Augenbraue zu. Schlimmere Blessuren blieben, den Göttern sei Dank, aus.
Trotz des schlechten Wetters waren nun schon etwas mehr Besucher anwesend und hielten eisern bei Uwe´s Met und Krustenbraten von Junker Wilfried aus.
Auch bei Hjalti gab es wieder was zu staunen!
Der hatte wieder mal Alviss, den polnischen Mann ohne Gelenke mit im Schlepptau.
Es war mir wieder ein Hochgenuss ihm bei seinen Vorführungen mit Säbel und Schwert zusehen zu dürfen.
Es regnete immer noch!
Nach der wirklich gelungenen Feuershow von Ignis Animus, war dann erst einmal Schluss und die wenigen Besucher gingen mit tollen Eindrücken des Tages nach Hause.
Sonntag, wie sollte es sonst sein, regnete es wieder.
Vom Ablauf war alles ähnlich wie Samstag, nur dass alles eine Stunde früher stattfinden sollte.
Hatte ich etwa eben die Sonne durch die grauen Wolken blinzeln sehen??
Na jedenfalls hieß es um 12:00 anrödeln und wieder zum Linefight und cirkeln.
Na und siehe an, es waren ein paar mehr Recken am Start.
Diesmal wurde nicht im Burghof gekämpft, sondern auf höher gelegenen, gut gepflasterten Platz inmitten der Lagergemeinschaft. So hatte auch jede Ledersohle ein wenig mehr Standfestigkeit.
Vom Ablauf war es genauso wie am Samstag.
Aber plötzlich, oh Wunder, war der Regen weg!!!!!
Um 15:00 ging es wieder zur Brücke und wie am Vortag war es ein „Mordsspaß“ in 2 Durchgängen. Dieses Mal aber ohne Überläufer.
Einmal schafften die „Kreuze“ es, die Burg zu verteidigen.
Im zweiten Durchgang machten wir (FMA Seite) dann wieder alles klar!
Apropos klar: Der Himmel wurde dann ja auch so langsam wieder klar!!!
Sogar die Sonne gesellte sich dazu und ermöglichte ein trockenes Abbauen vieler Teilnehmer.
Es war ein schönes, gut organisiertes Fest in historischer Kulisse mit tollen Leuten aus der Szene!
Für nächstes Jahr hab ich diesen Termin schon in den Kalender geschrieben.
Danke an alle Beteiligten und den Veranstalter!
Danke Uwe
Autor: Thormar
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