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Wikingerwoche im Archeon 22.8. – 29.8.2010 oder auch „Freischwimmer, Seepferdchen und Nichtschwimmer“ Da der Slintesgeu die Rahmenbedingungen der Veranstaltung schon im letzten Jahr beschrieben hat lasse ich diese weg und komme gleich zu den FaktenJ. Dieses Jahr hatten wir uns entschlossen schon am Sonntag anzureisen. Dort angekommen durften wir unser Zelt im Tempelbezirk aufstellen, was sich im Laufe der Woche als Glücksfall herausstellen sollte. Der Aufbau erfolgte mehr oder weniger im Trockenen, aber dieser Zustand hielt nicht lange an.
Am Montag gab´s Sturm (wir waren durch die hohe Mauer und die Bäume gut geschützt), bei dem es ein paar Zelte beschädigt hatte, danach kam dann mehr oder weniger Dauerregen. Da das Wetter absolut nicht besser wurde ist der Donnerstag zum Katastrophentag erklärt worden: Land unter an allen Ecken und Enden. Hier war es toll zu sehen, wie die Leute sich in Notsituationen gegenseitig helfen. Selbst Teilnehmer aus „absaufenden“ Lagern haben noch andere, die schlimmer dran waren (Wasser kniehoch in den Zelten!), bei der Evakuierung ihrer Habseligkeiten unterstützt (wobei man manchen Teilen hinterher hechten musste, weil sie so schnell davongeschwommen sind!). Meinem Wissen nach hat niemand abgebaut und ist heimgefahren, allerdings mussten ein paar Leute ihre Zelte umstellen und/oder verlassen und in der Herberge schlafen. Ein Trockner wurde organisiert, um den Darstellern die Möglichkeit zu geben die Klamotten trocken zu bekommen, ausserdem gab´s vom Park eine heiße Suppe im „Flüchtlingscamp“ (Dorestadt-Scheune). Sogar der Park wurde schon um 12 Uhr geschlossen, weil auch die Küche in einem der gastronomischen Betriebe überflutet war. Ab Freitag hat sich alles mehr oder weniger wieder eingependelt, man ging zum normalen Tagegeschäft über (bis auf Rona und Martin, die schnellstmöglich für die Neuankömmlinge Aufbauplätze organisieren mussten, die nicht unter Wasser standen, und ununterbrochen nach dem Rechten gesehen haben). Der Regen gehörte zum Alltag, und ein erneuter dramatischer Anstieg der Wassermassen blieb Gott sei Dank aus. Samstag und Sonntag same procedure as every year. Beim traditionellen Bankett am Samstag hat sich Martin diesmal bei seiner Frau für die all die Hilfe bei der Organisation in den 9 Jahren, die die Wikingerwoche schon veranstaltet wird, mit einer kleinen beschnitzten Wikingertruhe öffentlich bedankt. Gerade dieses Jahr kam das Geschenk sicher sehr passend. Rona, Martin und Trossi haben außerdem die Freischwimmer und Seepferdchen (Leute, bei denen alles abgesoffen ist und die trotzdem geblieben sind) mit Gummienten, -pinguinen, -seesternen etc. „ausgezeichnet“. Hut ab für deren Durchhaltevermögen. Nun aber zu den interessanteren Themen, Training und Schlacht: Dienstag, Mittwoch und Freitag wurde jeweils zweieinhalb Stunden mit bis zu 30 Leuten „gesportelt“. Am Anfang wurde in Linien trainiert, zwischendurch auch das „unknown King-„ Spiel gespielt und danach gab es dann entweder Einzelkampf oder Huntinggroups (3-4 Gruppen a 3 Mann/Frau gegeneinander mit Neuformierung wenn sich 3 „Tote“ zusammentun). Die Waffenvorführungen am Samstag und Sonntag waren wie immer. Ausnahme: am Sonntag durfte Honk noch seine weibliche Seite ausspielen (ich hoffe irgendjemand hat ein Foto davon gemacht!) und mit rosa Herzchenschild mit der Runeninschrift „Killerbarbie“ gegen einen Kämpfer mit Spalthammer (!) antreten. Das Schild gehörte eigentlich Ayla, der Tochter von Rona und Martin. Sie kämpft seit letztem Jahr und ist im zivilen Leben so gar kein Dreckspatz, was sie mit diesem Schild wunderbar karrigiert hat. Die Schlacht am Samstag- und Sonntagnachmittag mit ca. 70 Teilnehmern wurde wie immer mit vielen Worten und einem Championskampf eingeleitet. Danach kämpften die Linien einen relativ kurzen Kampf, nach dem dann der Anführer der unterlegenen Mannschaft mit großem Theater hingerichtet wurde. Es folgten noch ein Circle of Honour und ein Circle of Treachery, danach die Verabschiedung vom Publikum. Zum Abschluss gab es jeweils eine kurze Besprechung über den Schlachtverlauf, Probleme und Beschwerden. Nach dem offiziellen Teil wurde noch in Lines trainiert, und zwar Nordsturm gegen den Rest, der noch da war, was verdammt viel Spaß gemacht hat. Eine besonders lustige Idee muss noch erwähnt werden, und wie nicht anders zu erwarten kam sie von Trossi. Er hat letztes Jahr viele Portraitbilder gemacht und vor der Wikingerwoche von 20 Darstellern Autogrammkarten drucken lassen. Diese wurden an die Besucher verteilt mit der Anweisung, die jeweils abgebildete Person zu suchen, sich ein Autogramm geben zu lassen und ein Foto vom (doof guckenden) „Star“ zu machen. Das Foto muss dann per email eingeschickt werden und die drei besten Bilder bekommen eine Überraschung zugeschickt. Bei den Betroffenen gab´s am Anfang schon sehr verdutzte Gesichter, sie wussten zuerst nichts von ihrem GlückJ. Insgesamt waren es diesmal ca. 300 gemeldete Teilnehmer, auch wenn am Ende sicher nicht alle die angemeldet waren auch gekommen sind, was wegen des Wetters und den daraus resultierenden wenigen Aufstellflächen sicherlich nicht schlecht war. Wie die meisten haben wir Sonntag die Heimreise angetreten. Unser Abbau war eigentlich für Montag geplant, aber nachdem´s den ganzen Sonntag wieder mehr oder weniger durchgeregnet hat haben wir doch schon vorzeitig die Koffer gepackt. So nass es auch war, es war trotzdem wieder eine sehr schöne, relaxte Veranstaltung, bei der wir auch in diesem Jahr neue Leute kennen gelernt haben und alte Freunde wieder treffen durften. Deswegen freuen wir uns jetzt schon auf´s nächste Jahr, mit der Hoffnung auf besseres Wetter und noch mehr alte Freunde. Autor: Jesus aka Christian Reil (Kampfverbund Blau/Weiß - GER) Bericht von 2009: http://www.rundschild.com/de/the-community/34-veranstaltungen/68-24-31082009-archeon-viking-week-nl.html |
Kommentare
Die Stimmung war aber wirklich super, ich hoffe sehr, nächstes Jahr wieder Zeit zu haben. Unser Gummifisch hat jetzt jedenfalls einen Ehrenplatz.
Rona hat bei Facebook ein Bild von Ayla mit dem Killerbarbiesch ild und einer der Niederländer hat ein paar Fotos davon, wie der Schild zerlegt wurde.
ich muß Christians ausführlichen Bericht um eine winzige Kleinigkeit ergänzen:
Die Portraitbilder für die Autogrammkarten wurden ausnahmslos von meiner Wenigkeit, bzw. von Sadric geschossen und für die Umsetzung dieser grandiosen Idee unter Verzicht jeglicher Nutzungsbedingu ngen von uns zur Verfügung gestellt.
Ansonsten kann ich dem Bericht nur zustimmen. Es war trotz aller Wetterwidrigkei ten wieder eine tolle Archeonwoche!
Liebe Grüße
Rigani
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