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Wie jedes Jahr fand auch heuer in Furth im Wald an der Tschechischen Grenze das dreitägige Mittelalterfest "Cave Gladium" statt. Furth im Wald begrüßte uns am Anreisetag mit leichten Regenschauern. Das Lager:Der erste Eindruck des Lagers war sehr imposant. Es lagerten etwa 1000 Personen auf der ebenen Lagerwiese. Die Gehwege zwischen den Lagern waren sehr großzügig bemessen (etwa eine 2 spurige Straße), was den Eindruck eines riesigen Lagers natürlich verstärkt. Dennoch sollen heuer weniger Lagernde anwesend gewesen sein als noch in den Jahren davor. Platz war jedenfalls noch ausreichend vorhanden.
Viele der Lager waren wirklich schön anzusehen, mit viel Liebe zum Detail aufgebaut. Leider war die Stecksesselfraktion unter den Lagergruppen sehr groß, in rund einem Drittel der Lager konnte man diese Sitzgelegenheiten "bewundern". Jedoch tat dies der Atmosphäre, welches das Lager aufgrund seiner schieren Größe vermittelte keinen Abbruch. Vor allem abends war es schön durch das in Feuerschein getauchte Lager zu schlendern. Ein Highlight des Lagers war sicherlich auch die gewandeten Taverne "Hundsfott". Der Markt:Auch der Markt bestach erst mal durch seine Größe, es waren über 100 Marktstände vertreten. Sehr positiv fiel das Fehlen von Eso- oder Ramsch Ständen auf. De facto war auf dem Markt alles vorhanden was das Herz begehrt. Schmiede, Schuster, Schneider, Tuch, Gewand und Fellhändler boten unter anderem ihre Waren feil. Viele Händler hatten ein wirklich tolles Sortiment, und es gab viel zum Stöbern und zum Entdecken. Auch der Gastro Bereich punktete durch Ambiente. Es gab keine Biertische und Bänke, sondern aus Bäumen gezimmerte Sitzgelegenheiten, sowie schöne Zeltplanen als Regen, bzw. Sonnenschutz. Das Preis - Leistungs Verhältnis war wirklich okay, Die TrainingsIm Rahmen des Festes wurden von Ebersepp, einem Kämpfer des Blau-Weißen Kampfverbundes von der Plattform Dengeln in Bayern (www.dengeln-in-bayern.de) zwei eigentlich verpflichtende Linienkampftrainings abgehalten, welche unter anderem auch als Vorbereitung der Feldschlacht am Sonntag dienen. Leider waren wie in den letzten Jahren nicht alle Kämpfer zumindest einmal beim Training anwesend. Da es am Freitag noch nieselte und sehr feucht war, waren nur etwa 40 Kämpfer beim ersten Training, leider ausschließlich Frühmittelalter Kämpfer. Nach etwa 2 Stunden Linienkampf löste sich die Gruppe auf. Am Samstag war das Wetter bedeutend schöner, es zeigte sich sogar immer wieder die Sonne. Das Training war mit 11:00 sehr früh angesetzt. Diesmal schafften es etwa 90 Kämpfer aufs Feld, und diesmal waren neben den Frühmis auch viele Homis vertreten. In dieser Stärke wurde etwa eine Stunde trainiert, danach verließen einige Kämpfer das Feld, und es wurde eine weitere Stunde Linienkampf trainiert. Samstagnachmittag fanden Sich noch ca. 10 Kämpfer für ein Fechtmaskentraining ein. Bei allen Trainings wurde fair gekämpft und es kam zu keinen Verletzungen. Alle Teilnehmer hatten sichtlich ihren Spaß. Am ganzen Fest wurden auch zu anderen Zeiten immer wieder in kleinen Gruppen trainiert. Unter anderem wurde Freikampf nach Codex Belli, I.33 Fechtmasken Sparring oder auch Fechttechniken mit dem langen Schwert beobachtet. Die TurniereIm Bereich Schwertkampf gab es 2 Turniere, einmal Schwert und Schild sowie Anderthalbhänder. Es traten 46 Kämpfer in beiden Kategorien an, und es gab über 140 Einzelkämpfe. Leider überschattete ein Unfall während der Qualifikationsrunden das Turnier. Ein Kämpfer wurde beim Auge getroffen, wurde aber laut Veranstalter nicht schwer verletzt und konnte noch vor Ort von den Sanitätern versorgt werden. Aufgrund dieses Unfalls entschied die Turnierleitung, dass die Kämpfer Fechtmasken zu tragen haben. Das Anderthalbhänder Turnier konnte Sebastian Koller von Bluot zi Bluoda für sich entscheiden, die weiteren Plätze konnten leider nicht eruiert werden. Turnierrangliste in der Kategorie Schwert und Schild 1.) Christoph Teubner aka Bodvarson (Kampfverbund Blau/Weiss) 2.) Michael Wegleitner aka Slintesgeu (Kriegerbund Harier) 3.) Olaf Schinderson (IHS) 4.) Maximilian Czink aka Ebersepp (Kampfverbund Blau/Weiß) Die SchlachtSonntag am frühen Nachmittag fand dann eines der Highlights des Festes statt - die freie Feldschlacht. Etwa 130 - 140 Kämpfer fanden sich unter großem Publikumsandrang zur Feldschlacht ein. Eine Seite der Kämpfer bildete sich um den Kampfverbund Blau/Weiß und dem Kriegerbund Harier. In dieser Gruppe waren unter anderem auch die Schottischen Kämpfer vertreten. Die andere, etwa um ein Drittel größere Seite bildeten die anwesenden Hoch- und Spätmittelalterlichen Gruppen, und einige FMA Darsteller wie z.B. dem Tiwaz Kämpferbund. Besonders der Stangenblock der Gegenseite war schon beim Aufmarsch sehr beeindruckend. Die Bayern Seite teilte sich in 5 Blocks auf, um gegen den gegnerischen Schildwall anzutreten. Die Schlacht gestaltete sich sehr fair und sportlich. Insgesamt wurden 5 Runden gekämpft, von denen die ersten drei die Seite des Kampfverbund Blau/Weiß für sich entscheiden konnte. Die letzten beiden Runden wurden von der Gegenseite gewonnen. Die Schlacht hat viel Spaß gemacht, es gab keinerlei Verletzungen, und die Kämpfer zogen nach der Schlacht euphorisch vom Felde. Fazit:Das Cave Gladium ist ein sehr nettes Fest, durch die Größe naturgemäß nicht sehr familiär, das einen Besuch als Teilnehmer oder Besucher auf jeden Fall lohnt. Auch für Freikampf Einsteiger und Neulinge sind die Trainingsmöglichkeiten und die Schlacht bestens geeignet. Autor: Hoagie (BzB) |
Kommentare
Nur: Schlacht gewannen die Homis doch 3 Mal und wir nur die ersten 2 oder?
LG Kathi
Cave war auch in diesem wirklich wieder super - bin zwar neu in der Szene, aber die Veranstaltung hatte mit bereits 2003 infinziert. So konnte ich das "Wachsen" des Cave beobachten und ich finde es echt toll, was da jedes Jahr an Neuem zu sehen gibt.
Macht weiter so (...dann kauf ich mir echt noch ein Schwert)
CU - Fritz
die wahl der benennung der seiten war der einfachheit halber so gewählt. aber ich werde eine anmerkung in den artikel einbinden
Wollte damit niemand diskriminieren ;)
lg
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