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16-19 Juli 2010 - Viking Festival @ Trelleborg (DK)

Hier ein kleiner Bericht des diesjährigen Wikingermarktes vom Freitag 16.07 bis Sonntag 25.07.10.

 

Die Tore waren bei unserer Ankunft 15 Uhr offen und da noch kein offizieller Markt war, kamen wir problemlos aufs Gelände. Den genannten Ansprechpartner Gösta hatten wir schnell gefunden und mit ihm einen Lagerplatz vereinbart- wir hatten freie Auswahl. Von ihm wurden auch gleich ausreichend Parkmarken ausgegeben. Es gab einen Marktbereich für die Händler, das reine Kämpferlager befand sich ein Stück weit dahinter und war bereits in Bereiche und Wege abgeteilt. Also direkt mit dem Auto vorgefahren und Lager aufgeschlagen.

 

Das Museum hatte einen Toilettenwagen bereitgestellt und es befanden sich noch drei fest installierte WC und Duschmöglichkeiten auf dem Gelände. Frühstück wurde in der Zeit von 8-9 Uhr vorm Museum bereitgestellt und bestand aus Milch, Müsli, verschiedenen Brotsorten, Wurst, Käse und Marmelade- und natürlich der typisch dänischen Fleischpastete. Und von all dem reichlich. In Slagelse gibt es außerdem mehrere Lidl und Aldi sowie dänische Supermärkte, es muss also niemand verhungern.

 

Jeden Morgen fand eine kurze Frühbesprechung um halb 10 statt, bevor die Besucher aufs Gelände durften. Darin wurden aktuelle Punkte angesprochen und eine Wettervorhersage ausgegeben- man wusste also immer, was man von oben zu erwarten hatte! Ab 10 Uhr wurde vorm Museum die dänische Flagge weithin sichtbar gehisst und dies bedeutete- Touri-Zeit! Die waren höflich und zurückhaltend, kamen schauen und haben auch gern Fragen gestellt. Der Markt füllte sich wesentlich schneller als das Kriegerlager und bot reichlich Auswahl an Lagerbedarf, Kleidung, Schmuck und Holzwaren. Eine Garküche hatte ihre Zelte aufgeschlagen, einige Glasperlendreher und Schmiede befanden sich ebenfalls vor Ort, viele hatten ihre Kinder und Hunde dabei. Allgemein ging es sehr entspannt zu.

 

Das Museum veranstaltete zweimal täglich ein Kindertraining sowie einen kleinen Schaukampf (freiwillig) für die Touristen. Der Eintritt ins Museum und der Aufenthalt auf dem ganzen Gelände waren für die Darsteller natürlich frei. Für uns gab es außerdem auch einen separaten Parkplatz, auf dem sich eigentlich immer ein freier Fleck fand. Daneben bestand auch die Möglichkeit, ein un-A- Zelt aufzuschlagen.

 

Trelleborg bietet ein recht kleines Museum mit einigen Fundstücken, durch das man auch relativ schnell durch ist. Ein Langhaus wurde nachgebaut und kann besichtigt werden, mehrere kleine Hütten aus der Steinzeit befinden sich ebenfalls auf dem Gelände. Als Tourist und Darsteller darf man sich beim Zinnguss in der Schmiede und am Bogenschießstand versuchen. Die Wallanlage der Trelleborg selbst ist komplett umzäunt und eine Schaf- bzw. Pferdeweide. Auf dem Weg dahin befindet sich ein kleiner Bootsanleger mit einer Badestelle, die genutzt werden kann.

 

Um 17 Uhr schlossen sich die Tore für Besucher wieder und es gab ein kleines internes Training für die Kämpfer. Alle Fechtaktivitäten wurden organisiert von den Ulfhednir.

 

Unter der Woche steigerte sich die Zahl der Kämpfer von 20 auf ca. 100. Bei den Schlachten am Wochenende waren jeweils zwischen 100 und 120 Kämpfer anwesend.

 

Am Samstag und am Sonntag fanden jeweils zweimal täglich die Schlachten um die Trelleborg statt. Dazu werden die Kämpfer unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Gruppen in zwei annähernd gleich große Heere aufgeteilt und unter der Führung von Sven Gabelbart und Harald Blauzahn in die Schlacht geführt.  Die Schlacht findet auf der Weide vor der Ringwallanlage statt und ist mit den Hinterlassenschaften der Weidetiere teilweise dekoriert. Man sollte also einen guten Platz zum „sterben“ wählen. Die Besucher befinden sich hinter einer doppelt gespannten Leine und waren damit gut gesichert.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass das Museum eine sehr gute Organisation bietet, Ansprechpartner findet man problemlos, die hygienischen Verhältnisse sind super und die Stimmung ist sehr angenehm. Dazu hatten wir noch richtig Glück mit dem Wetter, so da? wir einen sehr entspannten Urlaub dort verleben konnten. Und wenn man sich mal vom Gelände runter traut- der Strand und das Schiffsmuseum in Roskilde sind nicht weit und auch einen Abstecher wert. Im Dom zu Roskilde befinden sich außerdem die Gräber von Harald Blauzahn und Sven Gabelbart. 

 

Trelleborg ist die älteste der Königsburgen und steht seit diesem Jahr auf der Unesco- Liste fürs Weltkulturerbe. Mit etwas Glück kann man also weiterhin schöne Märkte und Schlachten dort erwarten. 

Autor: Ive, Gruppe Haukstaldir  www.haukstaldir.de

 

 

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