Es findet auf Burg Rabenstein zweimal im Jahr ein Mittelaltermarkt statt.
Der Erste am zweiten Wochenende nach Pfingsten und der Zweite am ersten Wochenende im August.
Hier der Bericht zu Rabenstein II
Allgemeines:
Der Markt vom 31.7.-2.8. war wie immer beschaulich und ruhig. Wettertechnisch hatten wir auch einmal wieder Glück, da der Regengott abwesend war.
Die Händler waren wie immer bunt gemischt, allerdings war für Reenacter wenig mit dabei. Was sehr schön ist bei diesem Markt, dass auch reine Handwerker wie z.B. ein Knochenschnitzer und ein Holzschnitzer/-drechsler ihr Können zeigen.
Seit ein paar Jahren gibt es auch frisches Brot aus einem Backofen, der auf dem Gelände gebaut wurde, zu kaufen sowie Käse aus Österreich. Der Gemüsestand war heuer leider nicht mehr dabei. War er doch in den vergangenen Jahren eine angenehme Einrichtung, zahlte man dort als Lagernder doch einen Preis für die Ware nach eigenem Ermessen.
Bei den Lagergruppen wird vom Veranstalter aus, auf darstellerische Qualität geachtet, auch Handwerksvorführungen im Lager sind gerne gesehen.
Das Programm an sich ist jedes Jahr fast gleich. Herausheben möchte ich nur die Darbietung eines Gerichtskampfes wie es (berichtig mich wenn ich falsch liege) im Talhofer Fechtbuch beschrieben ist. Das ganze wurde von der Gruppe Companie St. Barbara (auch hier gerne berichtigen), meiner Meinung nach, Eindrucksvoll vorgeführt.
Und Bauer Jockel muss natürlich auch noch erwähnt werden. Näheres dazu kann man bei Dreynschlag nachlesen und bei youtube ansehen.
Zum Kämpfen:
Da in den letzten Jahren immer weniger Kämpfer bei den teilnehmenden Lagergruppen dabei sind, war die Erwartung für diesen Markt eher lau.
Überraschender Weise kamen dann doch 12 – 18 Kämpfer zusammen - hing von der Tageszeit und dem Tag ab wie viele es letztendlich waren.
Vormittags war Training und nachmittags dann, als Programmpunkt, als Turnier der Burgleute angepriesen, war der Plott,dass nach einem neuen Hauptmann gesucht wird. Das Ganze wurde größtenteils als Königskreis (Circle of Death) mit viel Schauspiel ausgeführt. Es gab auch die obligatorischen Vorführungen vom Schildwall usw. Für die Kinder immer ein Erlebnis wenn diese den Schildwall umwerfen dürfen.
Abseits des Lagers wurden dann vor allem am Samstag zwischendurch noch frei und teilweise mit Fechtmasken (also ohne Trefferzoneneinschränkung) trainiert.
Wenn die Gerüchteküche recht hat wird ab nächstem Jahr das Reenactmentfechten vom Programm genommen, und durch Schaukämpfer ersetzt.
Fazit:
An sich ein schöner Markt, und für die meisten Gruppen wie ein Familientreffen.
Für Kämpfer die größere Schlachten auf Veranstaltungen gewohnt sind eher nicht geeignet, auch wenn das ganze Potenzial hätte.
Autor: Halgar aka Jesus (Dengeln in Bayern)
www.burg-rabenstein.de