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Unterschieden wird hier auch immer zwischen Training (Sparring) [A] und Kampf (Wettbewerbe/Veranstaltungen die nicht unter Trainings eingestuft werden) CODEX HARIER 08/2009 - L I (ähnlich Codex Belli)
1. Waffen: [A, B]
a. Waffen fallen in eine von fünf Kategorien:
i. Hiebwaffen: Waffen mit Stahlklingen zu einer Hand (Schwert, Axt, Langaxt, Sax,..)
ii. Stangenwaffen: Langwaffen mit Stahlköpfen zu einer Hand (1-Hand Ger, Langaxt)
iii. Stangenwaffen: Langwaffen mit Stahlköpfen zu zwei Händen (Speer, Frame, Daneaxt,..)
iv. Fernkampfwaffen: Bögen und Armbrüste sowie Schleudern
v. Verbotene Waffen: Feuerwaffen, Leichtmetall-, Latex- oder Carbonwaffen sowie Wucht- und Kettenwaffen (Keulen, Flegel,..), Peitschen
b. Erlaubt im Nahkampf sind Hiebwaffen und Stangenwaffen mit Stahlklinge, die eine Schlagkante von mindestens 2 mm aufweist. Alle Spitzen müssen entsprechend abgerundet werden.
c. Erlaubt im Fernkampf sind Fernkampfwaffen, die die Zugkraft eines 35 lbs -Langbogens nicht überschreiten. Es dürfen nur Pfeile oder Bolzen genutzt werden, die mit einem Schaumpolsterkopf ausgestattet sind. Der Kopf muss einen Durchmesser von mindestens 50 mm haben und auf einem fest mit dem Schaft verbundenen Kunststoffinnenkern aufbauen. Ein Eindringen der Spitze in die Augenhöhle und ein Splittern des Schaftes beim Abschuss oder Einschlag muss ausgeschlossen sein. Schleudergeschosse dürfen nicht schwerer als 80 g sein, dürfen nicht in die Augenhöhle eindringen können und müssen eine Schaumpolster- oder Filzoberfläche haben (Beispiel: Tennisball).
d. Zugelassene Waffen dürfen keine strukturellen Beschädigungen oder übermäßige Scharten aufweisen.
e. Verbotene Waffen dürfen nicht eingesetzt werden.
2. Rüstungen und Ausstattung: [A] a. Der Mindestrüstungsschutz im Training besteht aus gepolsterten Handschuhen. Kämpfer, die nicht den Mindestrüstungsschutz tragen, dürfen am Nahkampf nicht teilnehmen.
b. Empfohlene Schutzausrüstung: Helm, Zahnschutz. Unterarm und Ellbogenschienen, Suspensorium, Knie- und Schienbeinschützer.
c. Verboten sind Schilde und Rüstungen mit Dornen oder scharfen Kanten.
d. Gefährliche Gegenstände (scharfe Messer,..) dürfen grundsätzlich nicht mitgeführt werden.
2. Rüstungen und Ausstattung: [B] a. Der Mindestrüstungsschutz im Kampf besteht aus gepolsterten Handschuhen, Ellbogen- und Knieschoner. Kämpfer, die nicht den Mindestrüstungsschutz tragen, dürfen am Nahkampf nicht teilnehmen.
b. Empfohlene zusätzliche Schutzausrüstung: Helm, Zahnschutz., Suspensorium, Unterarmschienen, Schienbeinschützer.
c. Verboten sind Schilde und Rüstungen mit Dornen oder scharfen Kanten.
d. Gefährliche Gegenstände (scharfe Messer,..) dürfen grundsätzlich nicht mitgeführt werden.
Trefferregelung und Trefferzonen: [A, B]
Trefferregelung a. Kurzwaffen Schwert, Axt, Schwertsachs, Sachs, ….. gezählt werden nur scharf geschlagene Hiebe,Schnitte (keine flachen Schläge)
b. Langwaffen: 1-Hand, 2-Handspeer: Nur Stiche. keine Schnitte, keine Schläge. Daneaxt: Stiche sowohl Schläge und Schnitte.
c. Fernwaffen: Langbögen, Reiterbögen, Armbrüste, …. Direkte Schüsse über 10m, indirekte Schüsse unter 10m
d. Handhabung des Schildes: Rundschilder, Ovalschilder, Sechseckschilder, … Nur Passiver Einsatz erlaubt
e. Ausnahmen der Regelung: Treffer von hinten MÜSSEN mit der flachen Seite auf das Gesäß ausgeführt werden.
Trefferzonen: alle Treffer zählen auch wenn sie durch den Gegner abgefälscht einen erlaubten Körperpart treffen
a. Kurzwaffen Schwert, Axt, Schwertsachs, Sachs, …. Treffer auf Oberarm ab dem Ellbogen, Schultern, den Torso, Oberschenkel bis über dem Knie.
b. Langwaffen 1-Hand Ger, 2-Hand Speer, …. Treffer auf den Torso (Nippels Down), Oberschenkel bis über dem Knie.
c. Langwaffen Daneaxt, ….. i. Schläge/Schnitte: Treffer auf Oberarm ab dem Ellbogen, Schultern, den Torso, Oberschenkel bis über dem Knie. ii. Stiche: Treffer auf den Torso (Nippels Down), Oberschenkel bis über dem Knie.
d. Fernwaffen Treffer auf den Torso (Nippels Down)
e. Ausgenommene Trefferflächen innerhalb der Trefferfläche: Alle Waffengattungen Der Genitalbereich
Zusätzliche Verhaltensregeln zur Trefferregelung:
Die Schläge sind nicht mit voller Wucht durch zu ziehen sondern sind abzustoppen. Die Schlaghärte muss auf den Rüstungsschutz ausgelegt sein.
Die Kampfgeschwindigkeit muss im Training auf den Schwächeren der zwei Partner ausgelegt sein.
a. Langwaffen sind nur nach unten zu parieren.
b. Erlaubt sind Schläge und Stiche mit Stangenwaffen auf die untere Hälfte des Schildes oder den Körper unterhalb des Brustbeins, wenn die Waffe abwärts geführt wird.
d. Nicht erlaubt sind Schläge und Stiche mit Stangenwaffen auf die obere Hälfte des Schildes, zum Kopf, Hals oder auf den Körper oberhalb des Brustbeins, sowie das Führen der Waffe aus einer unteren Position (Aufwärtsstich, Aufwärtsschlag).
f. Körpereinsatz zum direkten Angriff (Tritte, Faustschläge,..) ist nicht erlaubt.
g. Der Einsatz von gefährlichen Gegenständen (Fußangeln,..) ist nicht erlaubt.
h. Die Teilnahme an einem Gefecht unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ist nicht erlaubt.
i. Faires Verhalten ist Voraussetzung für ein gelungenes Gefecht. Wir kämpfen als Partner, nicht als Feinde!
j. Angriffe auf Fernkämpfer sind anzudeuten.
k. Nichtkämpfer werden nicht bekämpft.
4. Sonstiges: [A, B]
Jeder Kämpfer hat unaufgefordert die Verzichtserklärung und den Haftungsausschluss zu unterschreiben. Diese ist jedoch auch nicht Unterfertigt Bestandteil der Regularien.
a. Die Sicherheit der Waffen und Ausrüstung wird durch Kontrollen gewährleistet.
b. Erste Hilfe Ausstattung muss vor Ort sein. Jeder Kämpfer soll ausgebildeter Ersthelfer sein.
c. Minderjährige Kämpfer bedürfen der Zustimmung des Erziehungsberechtigten.
d. Anordnungen der Kampfrichter ist unbedingt Folge zu leisten.
e. Der Veranstalter hat das Hausrecht.
f. Jeder Kämpfer ist dafür verantwortlich, dass Zuschauer nicht gefährdet werden.
g. Jeder Kämpfer ist für seine Schutzausrüstung selbst zuständig. Ein „Mehrrüsten“ als der Mindestrüstungsschutz ist selbstverständlich erlaubt.
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